Physiotherapie
In unserer Praxis werden Sie von erfahrenen Physiotherapeutinnen behandelt.

Krankengymnastik / Physiotherapie

Unter den Begriff Physiotherapie fallen verschiedenste therapeutische Maßnahmen. Dazu gehören z.B. Anwendungen wie Krankengymnastik, Massage und Lymphdrainage. Im Rahmen der klassischen Krankengymnastik  wird in der Regel auch ein häusliches Übungsprogramm erstellt. Krankengymnastische Anwendungen kommen in fast allen Teilbereichen der Medizin zum Einsatz.

In unserer Physiotherapiepraxis in Kiel-Friedrichsort decken wir das gesamte Spektrum der Physiotherapie ab. Hierzu gehören z.B. Krankheitsbilder aus der Chirurgie, der Neurologie und der Orthopädie. Auch Kinder und Säuglinge sind bei uns gut versorgt. Für Hausbesuche steht dem Team ein praxiseigener Wagen zur Verfügung, der unsere Therapeutinnen beispielweise bis nach Schilksee (in Ausnahmen auch bis nach Strande) zur Therapie von bettlägerigen Patienten bringt. 

Manuelle Therapie (MT)

In der Manuellen Therapie werden u.a. mobilisierende Gelenktechniken und Muskeldehnungen eingesetzt. Die Therapie kommt bei Gelenkblockierungen aller Art zum Einsatz, z.B. zur Mobilitätsverbesserung eines eingeschränkten Kniegelenkes. Im Bereich der Wirbelsäule können ebenfalls Gelenke mobilisiert werden, wie etwa zur Schmerzreduzierung bei einer Lumbalgie („Hexenschuss“).

Krankengymnastik am Gerät (KGG)

"KG-Geräte" umfasst stabilisierende Übungen, die an medizinischen Fitnessgeräten durchgeführt werden. Sinnvoll ist hierbei der Einsatz von Doppelseilzugapparaten, mit deren Hilfe funktionelle Übungen ausgeführt werden können.  In der KGG sollten auch Übungen integriert werden, welche die Tiefensensibilität der Gelenke stimuliert (Propriozeptionstraining). Nur diese Art von Stabilität hilft dem Körper, seine Muskeln effektiv einzusetzen. In unserer Praxis bieten wir allen Patienten an, therapiebegleitend stabilisierende Übungen an den Seilzügen durchzuführen.

Massage

Massage

Die Massage steht für verschiedene therapeutische Maßnahmen. Die Klassische Massage kommt bei muskulären Verspannungen zum Einsatz. Sie fördert auch die allgemeine Entspannung. Bei Sehnenverletzungen oder auch Reizzuständen wird oft mit der (sehr schmerzhaften) Friktionsmassage gearbeitet. Alle Massageverordnungen sollten mit einer Zusatzanwendung in Form von Heissluft oder Fango bzw. Eisanwendungen bei der Friktionsmassage kombiniert werden. 

Kinesiotape bei Daumengelenksbeschwerden

Kinesio-Taping-Methode

Durch elastisches Tape (diese bestehen aus einem hautfreundlichen Acrylkleber und Stoff aus Baumwolle) und einer entsprechenden Anlegetechnik ist es möglich, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen erfolgreich zu behandeln. Die Kinesio Tape Methode nutzt den körpereigenen Heilungsprozess, indem Einfluss auf das zirkulatorische und neurologische Körpersystem genommen wird. Durch die spezifische Art des Tapes erzielt man eine stimulierende Wirkung der beklebten Muskelpartien und Gelenke. Auch Nerven- und Lymphsystem werden positiv beeinflusst. Das Kinesiotape (auch Medical Tape oder Akkutaping genannt) kommt seit Jahren im Leistungssport zum Einsatz. Es kann z.B. bei der Regeneration von Muskelverletzungen und Verspannungen als unterstützende Maßnahme erfolgen.

Funktionelle Bewegungslehre (FBL)

Mithilfe dieser Übungen werden Gelenke und Muskulatur möglichst funktionell (d.h. an den Alltag angepasst) trainiert. Es werden stabilisierende und mobilisierende  Übungen durchgeführt und an die Bedürfnisse des Patienten angepasst.

Ziel ist es, eine Schmerzlinderung zu erreichen und die Verletzungsanfälligkeit zu mindern. Als Hilfsmittel wird in der Funktionellen Bewegungslehre (FBL) häufig der Pezziball eingesetzt. Die Übungen eignen sich besonders gut zur Erstellung eines häuslichen Übungsprogramms.

Beckenbodentraining

Beim Beckenbodentraining lernen Sie durch spezielle Wahrnehmungsschulung und den gezielten Einsatz von Atemtechniken, Ihren Beckenboden zu spüren und vermehrt zu aktivieren.
Gekoppelt mit Tipps für Ihren Alltag gelingt es so Beckenbodenschwächen nach Geburten, Operationen oder aufgrund des Alters zu lindern und die Einschränkungen durch beckenbodenbedingte Blasenschwäche einzudämmen.

Sportphysiotherapie

Zur Sportphysiotherapie gehören  Maßnahmen, die direkt auf dem Sportplatz erfolgen, wie etwa eine Erstbehandlung bei Muskelfaserriss oder Sprunggelenkstrauma. Wichtig sind jedoch vor allem die präventiven Maßnahmen, die einer möglichen Verletzung vorbeugen sollen. Nach einer Verletzung ist es das Ziel, dem Sportler einen möglichst schnellen Wiedereinstieg in den normalen Trainingsbetrieb zu ermöglichen. Sinnvoll sind neben gezielten therapeutischen Übungen auch die Vor- bzw. Nachwettkampfsmassage.

Schlingentischtherapie

Bei diesem Therapieverfahren "hängen wir Sie auf". Genauer gesagt werden die Extremitäten und / oder Teile der Wirbelsäule in sogenannte "Schlingen" gehängt. Bei einer Aufhängung der Wirbelsäule sollen die Bandscheiben entlastet werden. Der Therapeut kann unter diesen Bedingungen dann mobilisierend, z.B. zur Schmerzlinderung bei einem Lumbago ("Hexenschuss") arbeiten oder er gibt Widerstände zur Stabilisation der Muskulatur. Bei Aufhängung einer Extremität nutzt man den Vorteil, dass die Patienten den Arm bzw. das Bein während der Behandlung besser entspannen können.

PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation)

PNF ist ein neurophysiologisches Behandlungskonzept. Es wurde ursprünglich zur Behandlung von Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern entwickelt (z.B. Querschnittslähmung, Schlaganfall mit Halbseitenlähmung oder auch MS). Die Technik eignet sich ebenfalls hervorragend zur Stabilisation der Muskulatur. Häufig wird eine schnelle Schmerzreduzierung erreicht, weil die Muskulatur wieder koordiniert arbeitet.

Fango

Als Fango bezeichnet man Wärmepackungen, die vor oder auch nach der Massage die Muskelspannung regulieren sollen. Die Anwendung eignet sich jedoch auch für Kunden, die sich einfach einmal etwas Gutes tun möchten, z.B. zum Entspannen und Abschalten an kalten Herbst- und Wintertagen.

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage hat eine entstauende und abschwellende Wirkung. Durch Schäden im Venen- oder Lymphsystem kann es zu Stauungen im lymphatischen Fluss kommen. Dieses kann zu Schwellungen im Bereich der Extremitäten führen (Lymphödem). Als  Ursache kommen u.a. angeborene Schädigungen oder aber die Entfernung der axillaren Lymphknoten nach einer Brustamputation in Frage. Auch Sportverletzungen, die mit Schwellungen einhergehen (wie z.B. ein Sprunggelenkstrauma) behandeln wir mit Lymphdrainage.

Kältetherapie

Eine Kältetherapie in Form von Eisanwendungen wird häufig therapiebegleitend eingesetzt. Die Therapie soll schmerzlindernd wirken, indem sie die Nervenleitgeschwindigkeit herabsetzt. Sekundär sorgt die Eisbehandlung für eine Mehrdurchblutung des Gewebes. Es kommt häufig in Verbindung mit Friktionsmassagen im Sehnenansatzbereich zum Einsatz.

Längere Eisanwendungen (z.B. nach Operationen) sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da die Kälte zu einer vermehrten Flüssigkeitsdurchlässigkeit der Zellmembran führt. Ungeachtet dieser allgemeinen bekannten Studienlage, wird heutzutage nach wie vor sehr viel mit Kühlung nach Operationen oder traumatischen Zuständen gearbeitet. Dieses kann zu einer Verzögerung der Wundheilung führen!

Heißluft

Eine Heißluftanwendung gehört zu den begleitenden Therapiemaßnahmen. Die Anwendung soll die Haut und die oberflächliche Muskelschicht erwärmen und dabei die innere Körperspannung senken. Sie findet in der Regel als Vorbereitung zu einer Massage statt.